Raus damit!

Ich habe so Lust auszumisten, alten Kram wegzuschmeißen. Alles, was ich nicht mehr brauche, kann weg!
Ehrlich gesagt habe ich damit schon längst ein wenig angefangen. Ok, ein wenig ist vielleicht etwas untertrieben. Eigentlich habe ich schon ziemlich viel Gerümpel entfernt. Ich versuche ja momentan mein Leben und meine Gewohnheiten hier und da zu hinterfragen und neu zu gestalten. Ich stelle mir öfter die Fragen: Wieso mache ich dies und das überhaupt? Macht das eigentlich Sinn? Geht’s auch anders? Oder sogar ohne?

Ich habe nichts zum Anziehen!

Logisch! Wie soll man in dem Saustall von Kleiderschrank auch etwas brauchbares finden? Nein, also ganz so schlimm war es nun nicht … aber er war voll, sehr voll. Leider mit Klamotten, die ich kaum getragen habe, denn meine alltäglich benutzen Sachen waren ja entweder in der Wäsche, auf dem Wäscheständer oder -ganz klassisch- auf dem Stuhl. Wenn man im Kleiderschrank vor lauter Klamotten gar nichts mehr findet, dann stresst das doch gewaltig. Darum fing ich früher schon an, meinen Kleiderschrank immer mal wieder alle halbe Jahre auszumisten.

Es gibt doch drei Sorten von Kleidung:

  1. die Lieblingsklamotten, die man regelmäßig trägt.
  2. solche, die man nur zu bestimmten Anlässen tragen kann
  3. reine Fehlkäufe.. und davon gar nicht mal so wenig

Diejenigen von euch, die öfter reisen, kennen das doch auch. Man kommt eigentlich mit so wenig Sachen zurecht. Als ich in Valencia für mein Erasmus-Semester war, kam ich auch die ganzen Monate mit dem Inhalt aus nur einem Koffer und einem kleinen Rucksack aus. Und beim Backpacken muss man sich auch nur auf das nötigste beschränken. Und genau dann fühle ich mich am freisten. Habt ihr das auch schon festgestellt? Je weniger man hat, desto freier fühlt man sich. Jeder Gegenstand benötigt Aufmerksamkeit, somit fließt die Energie immer auf viele verschiedenen Gegenstände und wird geteilt. Es ist doch effektiver, wenn der Geist sich nur mit wenigen Sachen beschäftigen muss und die Energie bündeln kann. Das natürlich nicht nur auf Klamotten bezogen.

Wozu brauche ich denn bitte fünf Redken Haarpflegeprodukte?

Hatte mich einmal das Minimalismusfieber gepackt, habe ich noch andere Bereiche unter die Lupe genommen. Nach einem Blick ins Badezimmer war klar: hier muss auch mal die Wegwerf-Wahnsinnige durch. So wurden auch meine ganzen restlichen Schminkprodukte, die ich ja eh kaum brauche, dezimiert. Daneben habe ich weiterhin fast alles an anderen Kosmetik- und Pflegeprodukte in meine grüne Mülltüte geschmissen. Erstens hat alles nur Platz weggenommen und die verschiedenen Cremes und Lotions und Spülungen und Gesichtswasser und was weiß ich, habe ich höchstens nur ziemlich selten benutzt. Hauptsache erstmal haben… um dann verstauben zu lassen! Ich bin so genial. Zweitens bin ich für mehr Natürlichkeit. Und diese chemischen Mixturen sind offensichtlich alles andere als natürlich. Da ich aber selbst bei den „natürlichen“ und „Organic“-Pflegeprodukten nicht mal die Hälfte von den Inhaltsstoffen kenne, bin ich dazu übergangen, meine Sachen halt selbst herzustellen. Wie und was genau, erfahrt ihr bald 😉

Möchtest du auch ausmisten?

Ich kann es jedem empfehlen, mal seine Wohnung abzuscannen und zu überlegen, ob das alles noch gebraucht wird. Ist der Entschluss gefasst, kannst du folgende Tipps beherzigen:

  1. Nimm dir auf jeden Fall etwas Zeit dafür.
  2. Mach Musik beim Ausmisten an.
  3. Nimm dir erst einen  überschaubaren Bereich vor und räum dann alles aus und stapel die Gegenstände auf einen Haufen.
  4. Nimm jedes Teil einzeln in die Hand und frage dich ernsthaft, ob du es wirklich für dein Leben brauchst. Hat es noch einen Nutzen für dich und wirst du es in Zukunft benutzen? Oder hattest du nur in der Vergangenheit etwas davon, aber nun gar nicht mehr? Passt es noch? Trägst du es noch oder trägt es nur der Kleiderbügel?
  5. Alles, was weg kann, gleich in eine Mülltüte oder beiseite legen, um es vielleicht zu verkaufen. Und sich schon einmal mental von den Gegenständen verabschieden.
  6. Dinge, bei denen du dir noch nicht sicher bist, kannst du an einer sichtbaren Stelle platzieren. Wenn du sie in den nächsten Wochen nicht benutzt oder sie dich stören, dann können sie nun wirklich weg.

Nun kannst du dich super befreit fühlen 🙂 Für mich tut es jedes mal einfach so gut. Die weggegebenen Sachen vermisse ich nicht einmal. Super Zeichen! Alles richtig gemacht!  Nun ist das wichtigste auf Augenhöhe gelagert und der Rest überschaubar. Welch ein angenehmes Gefühl. Damit das auch so bleibt ist es ganz wichtig, eigentlich super wichtig: keinen neuen sinnlosen Schund kaufen! Nein, nein, nein! Hier heißt es stark sein. Stärker sein als das Ego, das sich freut, wieder shoppen gehen zu können. Die Zeit des Geldverbrennens muss ein Ende haben!

Um mit dem Ausmisten auch noch etwas Gutes zu tun, kann man die Dinge, die man loswerden will, auch spenden. Da gibt’s es ja auch die verschiedensten Möglichkeiten. Vom Kleiderspendencontainer bis einfach Verschenken. Es gibt auch bestimmte Einrichtungen, die Kleiderspenden oder andere Spenden annehmen und diese dann an Hilfebedürftige weitergeben. Ihr könnt die Sachen natürlich auch erst an Freunde verschenken oder einfach in Kartons für die Tür stellen, mit einer Beschriftung „zu verschenken“. Irgendjemand wird es gebrauchen können und sich sehr darüber freuen.

Emotionales Loslassen

An vielen Dingen hängen natürlich auch Erinnerungen, schöne wie nicht so schöne. Das ist dann noch mal schwerer eine Entscheidung zu treffen. Aber hin und wieder muss man auch loslassen können. Denn nur, wenn man Sachen loslässt, schafft man Freiraum. Entweder Freiraum für neue Dinge oder Freiraum einfach nur zum frei sein.

Man kann nicht nur materielle Dinge ausmisten und loslassen. Ganz wichtig finde ich auch das Loslassen von immateriellen Dinge, wie Gewohnheiten und festgefahrenen Ansichten bis hin zu Beziehungen und Beruf. Durch emotionale Erinnerungen und Konditionierungen sind sie aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Aber macht das überhaupt Sinn?  Da das ein schönes Thema ist, werde ich dazu bald auch noch einen extra Beitrag schreiben.

Fazit

Auch wenn man es vorher nicht für möglich hält, aber das Wegschmeißen von so vielen unnützen Sachen wirkt soo erleichternd. Ich habe nie festgestellt, dass mich zu viele Sachen stressen. Merke ich eigentlich auch jetzt nicht so deutlich. Aber nach dem Ausmisten  ist da doch ein deutlicher Unterschied zu spüren. Richtig befreiend!
Schmeißt euren alten nutzlosen Ballast weg! Ist nur schwer und macht einen Buckel 😉

♥ om sweet om♥

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